Aktion 2008 - Hilfe .... genau dort wo Hilfe benötigt wird!
Auch heuer sammelte Ruth Kopeter wieder Geld für die Aktion „Glückliche Kinder“ und spendete selbst alle November- und Dezembereinnahmen von Nagel-Lackierungen ihres Perfect-Nails-Studios in der Klagenfurter Feldkirchnerstraße.
Die „Aktion 2008“ besteht aus mehreren Einzelaktionen, die schnell und direkt dort helfen, wo Not am Kind ist.
Die „Aktion 2008“ besteht aus mehreren Einzelaktionen, die schnell und direkt dort helfen, wo Not am Kind ist.
Patrick Sadjack
Die erste dieser vorweihnachtlichen Bescherungen ging an den 15-jährigen Patrick Sadjak aus Bleiburg.
Patrick erkrankte vor einigen Jahren an einer schleichende Abnahme der Muskelfunktionen, die bis zum Zusammenbruch der Stützmuskulatur und damit zum Ende jeder Beweglichkeit führt. Er ist an den Rollstuhl gefesselt und verlor mit der Zeit unter anderem auch die Fähigkeit, sich selbst zu waschen. Der Badewannenrand wurde zu einem unüberwindbaren Hindernis.
Familie vom Schicksal gezeichnet.
Patrick besucht die S8-Klasse der Heilstättenschule 2 am Gelände des Landeskrankenhauses Klagenfurt. Seine Mutter ist Notstandsbezieherin, ihr fehlt das Geld für tägliche Fahrten zwischen Bleiburg und Klagenfurt, weshalb Patrick unter der Woche in dem Heim bleibt, das der Schule angeschlossenen ist. Dort wird er professionell gepflegt – doch das endet am Wochenende oder in den Ferien, wenn er nachhause kommt.
Denn auch wenn Frau Sadjak alles in ihrer Macht stehende tut, um ihrem Sohn das Leben so weit es geht zu erleichtern, so fehlt ihr doch die körperliche Kraft, Patrick in die Badewanne und wieder herauszuheben.
Die Lösung wäre ein sogenannter Sitzlifter, ein technisches Gerät, das ihr diese Arbeit abnehmen könnte. Doch neben Patrick hat die Notstandsbezieherin noch drei weitere Kinder großzuziehen und die Krankenkasse hat ihren Antrag um finanzielle Unterstützung für die Anschaffung eines Sitzlifters abgelehnt.
Weihnachten vor Weihnachten.
„Glückliche Kinder“ nahm sich des Falles an und spendete die erforderlichen € 600,- für einen Sitzlifter. Organisatorin Ruth Kopeter übergab das Geld am 19. Dezember in der Heilstättenschule an Patricks Mutter.
„Die Übergabe war sehr rührend“, erzählt Ruth Kopeter. „Die Kinder dort haben ein Lied für mich gesungen und Patrick hat mir ein selbstgemaltes Bild überreicht.“
Auch Frau Sadjak war verständlicherweise überglücklich: „Endlich fühle ich mich nicht mehr so hilflos!“
Jeanette Moser
Die Nachricht traf Familie Moser wie ein Blitz: Jeanette musste binnen weniger Wochen operiert werden! Im Landeskrankenhaus Klagenfurt war das Neuronavigationsgerät kaputt, ein Gerät, das für die Operation unbedingt notwendig war. Man wich auf die UNI-Kinderklinik in Graz aus und legte als Operationstermin den 15. Dezember fest.
Die nun folgenden Wochen waren nervenzermürbend. Eine Untersuchung nach der anderen, Mama Elke blieb bei der kleinen Jeannette in Graz, Papa Sascha verrichtete in Klagenfurt seine Arbeit und pendelte mit der zweiten Tochter Jacqueliene nach Graz, wann immer es möglich war.
Am Rande des Ruins.
„Das Schlimmste war die Ungewissheit“, erzählt Elke Moser. „Die Ärzte sagten, wir müssten damit rechnen, dass Jeannette blind oder halbseitig gelähmt wäre, wenn sie aufwachte und dass sie in Zukunft zu vermehrten epileptischen Anfällen neigen könnte.“
Ganz nebenbei schlitterte die Familie Moser in den Ruin. Ihre Ersparnisse waren in einem Wohnungsumbau aufgegangen, den sie vorgenommen hatten, kurz bevor die kostspielige Operation an Jeanette notwendig geworden war.
Das schönste Weihnachtsgeschenk.
Die Operation gelang. Jeannette kann sehen und sich bewegen, es ist das schönste Weihnachtsgeschenk von allen. Das zweitschönste brachte Ruth Kopeter am 22. Dezember in die Wohnung der Mosers, eine Spende von € 1.000 der Aktion „Glückliche Kinder“.
Denn Jeannettes Leidensweg ist noch nicht vorüber: Weitere Tumore sitzen in ihrem Kopf, die jederzeit zu wachsen beginnen können.
Doch daran will in der leidgeprüften Familie jetzt niemand denken. Alle sind froh, dass das Schlimmste abgewendet wurde und dass sie das Weihnachtsfest gemeinsam begehen können.


