Aktion „Glückliche Kinder“ erfolgreich gestartet!
6.000 Euro Spendengeld nach nur sechs Wochen Projektentwicklung – ein bemerkenswerter Startschuss für die neue Spendenplattform „Glückliche Kinder“. Entsprechend des Slogans: „Hilfe – rasch, direkt und unbürokratisch“, überreichte Landeshauptmann Jörg Haider am 30. November 2007 je einen Scheck über 3.000 Euro Soforthilfe an die Familien von zwei behinderten Kindern.
Schwere Schicksale
Markus Schwarz aus Viktring ist heute 18 Jahre alt. Mit vier Jahren wurde ein bösartiger Tumor aus seinem Kopf entfernt. Das er heute noch lebt, verdankt er dem unerschütterlichen Glauben seiner Mutter, die entgegen aller ärztlichen Prognosen die Hoffnung nicht aufgab. In einer Betreuungsstätte lernt Markus, ohne fremde Hilfe im Leben zu Recht zu kommen, doch das kostet Geld.
Der 14jährige Florian Reibnegger aus Kleinglödnitz leidet seit seiner Geburt an einer Wirbelverkrümmung. Er wurde bereits mehrmals operiert, weitere Operationen stehen ihm noch bevor. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen, kann aber dank einer kostspieligen Therapie inzwischen eigenständig essen und schreiben.
Beweggründe
Allein diese beiden Schicksale zeigen, wie eng menschliches Leid mit dem Fehlen von Geld verbunden ist. Für die drei Initiatoren der Aktion „Glückliche Kinder“ Grund genug, hier helfend einzuschreiten.
„Die Geburt meines zweiten Kindes war äußerst komplikationsreich“, erzählt Ruth Kopeter, Inhaberin des Sonnen- und Nagelstudios „Sunfactory – Perfect Nails“ in der Klagenfurter Feldkirchnerstraße. „Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie zerbrechlich das Leben eines Kindes ist.“
Ihr Ehemann Robert Thum, Inhaber der „Akzent direct Kosmetikvertrieb GmbH“, stößt ins selbe Horn: „Wenn man Kinderleid sieht, erkennt man erst, wie gering die eigenen Probleme sind.“
Auch Dagmar Simoner, Inhaberin des Schmuckgeschäfts „Noreia“ am Klagenfurter Flughafen, ist mit vollem Herzen mit von der Partie: „Ruth hat zu Weihnachten 2006 eine Spendenaktion mit so viel Einsatz ins Leben gerufen, dass sie mich völlig mitgerissen hat. Als Mutter kann ich mich in Frauen hineinversetzen, deren Kinder auf Hilfe angewiesen sind.“
Hilfe – rasch, direkt und unbürokratisch!
Das Hauptanliegen der drei Initiatoren von „Glückliche Kinder“ ist, finanzielle Hilfe möglichst rasch und direkt dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Den Aufwand für Tätigkeiten der Administration, Öffentlichkeitsarbeit und so weiter, übernehmen die Firmen der drei, so dass das gespendete Geld in vollem Ausmaß an die bedürftigen Kinder weitergereicht werden kann.
Wo das Spendengeld am dringendsten gebraucht wird, wissen das Kärntner Bürgerservice und die Kärntner Kinderkrebshilfe, beide Partner von „Glückliche Kinder“.
Aktion 2007
Für die Weihnachtsaktion 2007 sammelten die Initiatoren innerhalb von nur sechs Wochen mehr als 70 (!) Sachspenden, die im Zuge einer Tombola verlost wurden. Der Reinerlös aus dem Losverkauf ergab die sagenhafte Summe von 6.000 Euro, die bei einem Festakt zu gleichen Teilen den Familien von Markus und Florian überreicht wurde.
Diesem Festakt, der am 30. November im „Sunfactory – Perfect Nails“ in der Feldkirchnerstraße 136 in Klagenfurt abgehalten wurde, lockte mehr als 100 Besucher an. Unter der Moderation von Radio Kärnten-Sprecher Christof Glantschnig übergab niemand geringerer als Landeshauptmann Jörg Haider die Spenden-Schecks. Der Landeshauptmann würdigte in seiner Rede den besonderen Wert karitativer Eigeninitiativen als kraftvollen Ausdruck einer Menschlichkeit, der sich nicht allein auf die öffentliche Hand verlässt.
Neben Sponsor-Vertretern fanden sich auch die Obfrau der Kärntner Kinderkrebshilfe Gudrun Petritsch sowie ihre Stellvertreterin Evelyne Ferrer auf der Veranstaltung ein.
Ein Blick in die Zukunft
Der große Erfolg der Aktion bestätigte die Initiatoren in ihrer Absicht, die Plattform „Glückliche Kinder“ weiter auszubauen. Künftig, so der Plan, sollen bedürftige Kinder mehrmals im Jahr vom Mitgefühl ihrer Mitmenschen profitieren.
„Kinder mit Behinderungen und Krankheiten tragen keine Schuld an ihrem Schicksal und sie haben auch nicht die Kraft, sich selbst zu helfen“, bringt es Robert Thum auf den Punkt. „Es liegt an uns, ihre Leben lebenswert zu machen und ihnen damit die gleichen Chancen zu geben, wie sie ihre gesunden Altersgenossen von Geburt an haben.“

